Leibniz-Kolleg Potsdam vergibt Nachwuchswissenschaftler-Preis an Ina Danquah

PD Dr. Ina Danquah vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) erhielt gestern während des 23. Leibniz-Kollegs „Fit in die Zukunft: Lebensstilfaktoren aus Sicht der Wissenschaft" den Sonderpreis für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in Brandenburg und Berlin. Sie wird damit für ihre Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Ernährungsepidemiologie bei afrikanischen Bevölkerungsgruppen ausgezeichnet. Danquah teilt sich den mit 5.000 Euro dotierten Preis mit Dr. Falk Mersmann von der Humboldt-Universität zu Berlin.

PD Dr. Ina Danquah und Prof. Dr. Reimund Gerhard, Vorsitzender des Leibniz-Kollegs Potsdam. (Foto: Hopfgarten)

PD Dr. Ina Danquah und Prof. Dr. Reimund Gerhard, Vorsitzender des Leibniz-Kollegs Potsdam. (Foto: Hopfgarten)

Danquah hat mehr als 47 Publikationen in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht und wurde mehrfach für ihre wissenschaftliche Arbeit bei Kongressen ausgezeichnet. Die Forschungsleistungen der 37-Jährigen bilden die Grundlagen zur Formulierung kulturell angepasster Lebensstilinterventionen in sub-Sahara-Afrika. So hat sie unter anderem basierend auf ihren Forschungsergebnissen ein Konzept zur Ernährungsumstellung bei ghanaischen Erwachsenen entwickelt und dieses in einer Machbarkeitsstudie mit Migranten aus Ghana in Berlin erfolgreich getestet.

Ina Danquah ist eine der produktivsten und erfolgreichsten Wissenschaftlerinnen, die bislang in meiner Abteilung gearbeitet haben. Ich freue mich sehr, dass sie nun erneut einen Preis für ihre hervorragenden Forschungsleistungen erhalten hat.
Professor Matthias Schulze, Leiter der Abteilung Molekulare Epidemiologie

Nach ihrer Promotion am Institut für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit der Charité Berlin wechselte Danquah im Oktober 2010 an das DIfE, wo sie seit April 2017 die Forschungsgruppe „Typ-2-Diabetes bei afrikanischen Bevölkerungen“ innerhalb der Abteilung Molekulare Epidemiologie leitet. Im Januar 2018 habilitierte sie sich in den Fächern Epidemiologie und Public Health am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité — Universitätsmedizin Berlin. Für die Juniorprofessur "Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen" der Robert Bosch Stiftung wird sie an das Heidelberger Institut für Global Health wechseln.

Der Sonderpreis für Nachwuchswissenschaftler/innen in Brandenburg und Berlin wird einmal im Jahr innerhalb des in Potsdam stattfindenden Leibniz-Kollegs vergeben und ehrt junge Nachwuchsforscher in Brandenburg und Berlin für herausragende Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der naturwissenschaftlichen Grundlagen von Livestyle Intervention (u. a. Ernährung, Gesundheit, Kognitionswissenschaften, Sport).


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