Ernährungsmuster und kardiometabolische Risiken

Ansprechpersonen: Dr. Franziska Jannasch, Dr. Maria Cabral

Eine mediterrane Ernährung mit Gemüse, Obst, Olivenöl und Co kann das Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. (Foto: sonyakamoz/clipdealer)

Die Untersuchung unterschiedlicher Methoden der Ernährungsmusteranalyse ist ein Hauptfeld unserer Forschung. Hier verknüpfen wir unsere Projekte zu kardiometabolischen Risiken mit dem DIfE-Schwerpunkt „Nahrungsauswahl und Ernährungsverhalten“. Ernährungsmuster können in Beobachtungsstudien aus Daten zum Lebensmittelkonsum über verschiedene Methoden hergeleitet werden. A priori-Ansätze beschreiben dabei, inwiefern Personen einer empfohlenen Ernährung folgen. Deshalb wird hier ein Vorwissen zu möglichen Vor- oder Nachteilen bestimmter Lebensmittel benötigt, um entsprechende Indizes berechnen zu können. Exploratorische Ansätze, wie Hauptkomponentenanalysen, bilden Muster auf der Basis vorhandener Interkorrelation zwischen Lebensmitteln und sind deshalb geeignet, bevölkerungsspezifische Ernährungsmuster zu charakterisieren.

Wir untersuchen Assoziationen zwischen Ernährungsmustern und chronischen Krankheiten u. a. im Rahmen des Ernährungsclusters NutriAct. Unsere Aktivitäten umfassen hier 1. die Charakterisierung der langfristigen Veränderung von Ernährungsmustern und deren Konsequenz für Gesundheitsrisiken basierend auf der EPIC-Potsdam-Studie und 2.) die Identifizierung von individuellen aber auch interpersonellen Determinanten von Ernährungsmustern (NutriAct-Familienstudie).

Zudem untersuchen wir innerhalb der DFG-Forschergruppe TraceAge die Hypothese, dass Spurenelementprofile zum einen mit der Entstehung chronischer Krankheiten in Verbindung stehen und zum anderen durch Ernährungsmuster determiniert werden. Für die Spurenelemente Selen, Zink, Kupfer, Mangan, Jod und Eisen wird seit geraumer Zeit vermutet, dass sie an der Pathogenese wichtiger altersabhängiger Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen und Krebs, beteiligt sind.

Unsere Vorarbeiten werfen eine Reihe methodischer Fragen bei Ernährungsmusteranalysen auf, denen wir in Zukunft nachgehen werden. So wollen wir die Validität und Reliabilität von Ernährungsmustern untersuchen, Musterveränderungen durch mehrjährige Nachbeobachtungen charakterisieren und Assoziationen exploratorischer Muster mit Erkrankungen über verschiedene prospektive Kohortenstudien im InterConnect Netzwerk replizieren.


Einzelprojekte

  • NutriAct Cluster – Projekt 1: Ernährungsmuster, BMBF
  • NutriAct Cluster – Projekt 2: Nahrungsauswahl, BMBF
  • Trace element status during aging in the EPIC-Potsdam study, DFG-Forschergruppe TraceAge, DFG