Profil der Abteilung

Im Alter kommt es zu Veränderungen der Körperzusammensetzung, die sich maßgeblich in einem Verlust der Skelettmuskulatur (Sarkopenie) und einer Zunahme der Körperfettmasse ausdrücken. Dadurch steigt einerseits das Risiko für Stoffwechselerkrankungen, andererseits nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit ab, was die Lebensqualität bzw. soziale Teilhabe reduziert und die Pflegebedürftigkeit erhöht. Die Ursachen für die veränderte Körperzusammensetzung im Alter sind noch nicht eindeutig geklärt, scheinen jedoch multifaktoriell zu sein und umfassen auch Lebensstilfaktoren wie eine inadäquate Ernährung. Hier kommen zum Teil endogene (innere) wie exogene (äußere) Faktoren zum Tragen: Einerseits scheint es bei älteren Menschen zu Veränderungen von Stoffwechselprozessen zu kommen, andererseits ist die Nährstoffzusammensetzung ihrer Nahrung häufig nicht optimal. Außerdem kann mit zunehmendem Alter eine Abnahme der Immunfunktion – die als Immunoseneszenz bekannt ist – und ein Anstieg von chronischen Entzündungen auftreten. Sowohl dieses Inflammaging, auf Deutsch Entzündungsaltern, als auch die Immunoseneszenz tragen zur Morbidität (Erkrankungshäufigkeit) bei. Wie sich damit einhergehend der Bedarf an verschiedenen Nährstoffen verändert, ist bisher unzureichend erforscht. Wir gehen daher der Frage nach, wie Alter und Alterungsprozesse die Ernährung, die Körperzusammensetzung und den Stoffwechsel beeinflussen. Hierzu führen wir unter anderem klinische und experimentelle Humaninterventionsstudien durch. Unser Forschungsfokus liegt auf dem komplexen Zusammenspiel zwischen Alterungsprozessen, Körperzusammensetzung, Inflammaging und ernährungsphysiologischen Vorgängen.

 

Personen

Abteilungsübergreifende Zusammenarbeit

Abteilungsübergreifend arbeiten wir in verschiedenen Forschungskooperationen mit diversen Disziplinen des Instituts zusammen. Hierzu zählen beispielsweise die epidemiologischen Kompetenzen der Senior Scientist Group Ernährung, Immunität und Metabolismus unter der Leitung von Dr. Krasimira Aleksandrova sowie die psychologischen Expertisen der Abteilung Neurowissenschaft der Entscheidung und Ernährung von Prof. Soyoung Q. Park. Zudem erhalten wir durch die enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Molekulare Toxikologie von Prof. Tilman Grune wertvolle Einblicke in die intrazelluläre Proteolyse. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit der ebenfalls von Prof. Norman geleiteten AG Ernährung und Körperzusammensetzung im Rahmen der Forschungsgruppe Geriatrie an der Charité - Universitätsmedizin Berlin zusammen.

 

 

Aktuelle Studien

AIDA-Studie

Zielgruppe: Frauen und Männer (65-85 Jahre)

Forschungsfrage: Wie wirkt sich das alternde Immunsystem auf die Muskulatur aus und welche Rolle spielen dabei Ernährung und Bewegung?

Studiendauer: 8 Wochen