Weitere EFRE-Förderung für das DIfE bewilligt

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) erhält erneut finanzielle Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Mit der Fördersumme von 332.000 Euro möchte das Institut den Forschungsschwerpunkt III „Biologische Grundlagen von Nahrungsauswahl und Ernährungsverhalten“ sowie die Nachwuchsgruppen „Neuronale Schaltkreise“ und „Muskelphysiologie und Stoffwechsel“ strategisch stärken.

Eine junge Wissenschaftlerin arbeitet an einer Hochleistungsflüssigkeitschromatografie-Anlage. (Foto: Susann Ruprecht/DIfE)

Das DIfE konnte 2020 durch EFRE-Zuwendungen eine High Performance Liquid Chromatography (HPLC)-Anlage zur Analyse von Stoffwechselmetaboliten beschaffen. (Foto: Susann Ruprecht/DIfE)

Logo des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)
Logo des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)

Im Forschungsschwerpunkt III (FSP III) untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DIfE, welchen Einfluss hormonelle und kognitive Vorgänge sowie der Lebensstil auf die Nahrungsauswahl und das Ernährungsverhalten haben. Ziel ist es, Ernährungsstrategien zu entwickeln, die langfristig im Alltag durchgehalten werden können. Dieser Ansatz stellt eine vielversprechende Möglichkeit dar, die weltweit zunehmende Verbreitung ernährungsbedingter Erkrankungen, wie Übergewicht und Diabetes, unter Kontrolle zu bringen. Einen wichtigen Beitrag zur Erforschung biologischer Einflüsse auf die Nahrungsauswahl leisten Untersuchungen an Mensch und Tier.

Um die methodischen Möglichkeiten im FSP III zu erweitern, sollen die EFRE-Mittel für die Anschaffung neuer Geräte im Humanstudienzentrum (HSZ) und im Max-Rubner-Laboratorium (MRL), der zentralen Tierhaltung am DIfE, eingesetzt werden. So erhält das HSZ unter anderem eine Wärmebildkamera, mit deren Hilfe bisher kaum erforschte Aspekte des braunen Fettgewebes im Zusammenhang mit der Entscheidungsfindung untersucht werden können. Zudem sollen mobile Biosignalverstärker, welche die Körpertemperatur, Atemfrequenz und andere Organaktivitäten des Menschen während der Nahrungsaufnahme erfassen, die Untersuchungen innerhalb von Humanstudien unterstützen. Im MRL wird ein innovatives Laufband- und Calobox-System zur Untersuchung des Energiestoffwechsels dazu beitragen, die Belastungen während der Tieruntersuchungen auf ein unerlässliches Maß zu reduzieren. Des Weiteren sollen die Tiefkühlkapazitäten zur Lagerung biologischer Proben aus den tier- und humanexperimentellen Untersuchungen bei minus 80°C durch die Anschaffung von vier energieeffizienten Tiefstkühlschränken erweitert werden.

Die Gesamtkosten der anzuschaffenden Geräte liegen bei 415.000 Euro, wobei das DIfE einen Eigenanteil von 83.000 Euro trägt. Die umfangreichen Investitionen tragen dazu bei, das DIfE in seiner regional, national und international führenden Rolle in der Ernährungsforschung zu stärken.

Das DIfE erhält seit 2001 finanzielle Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung – sowohl für bauliche als auch für wissenschaftlich-technische Infrastrukturmaßnahmen, seit 2017 allein ca. 2,1 Millionen Euro Zuschüsse. Damit konnte das Institut erfolgreich zwei analytische Plattformen zur Untersuchung altersassoziierter und stoffwechselbedingter Erkrankungen schaffen und so die Forschungsschwerpunkte I und II stärken.

Weitere Informationen zu den bisher geförderten Maßnahmen finden Sie hier.


Nadine Flerlage

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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