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Stand: 20.04.2018 03:18:10

Computer liest Gedanken: Aktivitätsmuster des Gehirns lassen erkennen, was eine Person schmeckt

Forschungshighlight vom 30.03.2015

In Zusammenarbeit mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist es der Nachwuchsgruppe Psychophysiologie der Nahrungswahrnehmung gelungen, anhand von neuronalen Aktivitätsmustern des menschlichen Gehirns vorherzusagen, ob eine Person etwas Süßes, Salziges, Saures oder Bitteres schmeckt. Wie die Forscher zudem beobachteten, erreichen die über die Zunge wahrgenommenen Geschmackssignale sehr viel schneller das Gehirn als ursprünglich angenommen. Sie zählen somit zu den ersten neuronalen Informationen, die zum Gesamtgeschmackseindruck beitragen, der auch durch andere Sinne, zum Beispiel den Geruchssinn, geprägt ist. Die Ergebnisse geben erstmals einen tiefen Einblick in den zeitlichen Ablauf der Geschmackssignalverarbeitung im Gehirn und zeigen, wie es die Signale der Grundgeschmacksarten verarbeitet. Zukünftig wollen die Forscher untersuchen, inwieweit Aktivitätsmuster Aussagen darüber erlauben, wie appetitlich Probanden einen Geschmacksreiz finden.

Literatur: Crouzet, S. M., Busch, N. A., Ohla, K.: Taste quality decoding parallels taste sensations. Curr. Biol. 25, 890-896 (Open Access) (2015).

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