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Stand: 22.07.2018 22:28:38

Blutanalysen sprechen dafür, dass viel rotes Fleisch das Diabetes-Risiko erhöht

Forschungshighlight vom 06.05.2015

Zahlreiche Beobachtungsstudien zeigen, dass Menschen, die viel rotes Fleisch essen, ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes besitzen. Die Ursachen hierfür sind jedoch noch nicht geklärt. Wissenschaftler der Abteilung Molekulare Epidemiologie haben nun Biomarker im Blut von Studienteilnehmern identifiziert, die erste Hinweise auf die Stoffwechselmechanismen geben, die der Risikobeziehung zugrunde liegen könnten. Die Ergebnisse lassen annehmen, dass nicht eine einzelne Substanz, die im roten Fleisch enthalten ist, in Zusammenhang mit dem Diabetes-Risiko steht, sondern dass ein gewohnheitsmäßig hoher Verzehr den Stoffwechsel über verschiedene Wege in einer Weise beeinflusst, die langfristig die Entstehung eines Diabetes begünstigt. Die Ergebnisse liefern damit nicht nur neue Ansatzpunkte, um die Effekte des Fleischkonsums in Stoffwechselstudien gezielter und detaillierter zu untersuchen. Sie stützen auch die aktuelle Ernährungsempfehlung, den Verzehr von rotem Fleisch zu verringern.

Literatur: Wittenbecher, C., Mühlenbruch, K., Kröger, J., Jacobs, S., Kuxhaus, O., Floegel, A., Fritsche, A., Pischon, T., Prehn, C., Adamski, J., Joost, H.-G., Boeing, H., Schulze, M. B.: Amino acids, lipid metabolites, and ferritin as potential mediators linking red meat consumption to type 2 diabetes. Am. J. Clin. Nutr. 101, 1241-1250 (Open Access) (2015).

© 2018 DIfE - Deutsches Institut für Ernährungsforschung. Alle Rechte vorbehalten. // Stand 24.11.2017