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Stand: 19.04.2018 19:45:32

Warum Bitterstoffe aus Artischocken für einige Menschen deutlich bitterer schmecken als für andere

Forschungshighlight vom 25.09.2015

Untersucht man eine Gruppe von Menschen, so stellt man fest, dass bestimmte Bitterstoffe, z. B. aus der Artischocke, für einige deutlich bitterer schmecken als für andere, während solche individuellen Wahrnehmungsunterschiede für andere Bitterstoffe, z. B. aus Absinth, nicht zu beobachten sind. Wie Wissenschaftler der Abteilung Molekulare Genetik und der Universität von Kalifornien erstmals gezeigt haben, lässt sich dieses Phänomen auf die besondere chromosomale Verteilung der Bitterrezeptorgenvarianten zurückführen. Die Ergebnisse tragen dazu bei, die biologischen Grundlagen der Geschmackswahrnehmung und das Entstehen individueller Nahrungsvorlieben besser zu verstehen.

Literatur: Roudnitzky, N., Behrens, M., Engel, A., Kohl, S., Thalmann, S., Hübner, S., Lossow, K., Wooding, S. P., Meyerhof, W.: Receptor polymorphism and genomic structure interact to shape bitter taste perception. PLoS Genet. 11(9):e1005530 (Open Access) (2015).

© 2018 DIfE - Deutsches Institut für Ernährungsforschung. Alle Rechte vorbehalten. // Stand 24.11.2017

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