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Stand: 24.10.2018 04:26:20

Image Physiologie des Energiestoffwechsels

Abteilung Physiologie des Energiestoffwechsels (EST)

Projekte

Zusammenfassung

Eine unausgeglichene Energiebilanz führt langfristig zu Stoffwechselstörungen wie z. B. Adipositas (Fettleibigkeit) und Diabetes, welche die Lebenserwartung verkürzen können. Wir untersuchen die physiologischen Mechanismen, die den Energiefluss von der Transformation der Nahrungsenergie bis hin zum zellulären Energieverbrauch regulieren. Hierzu nutzen wir vor allem Tiermodelle, wobei wir uns auf das Zusammenspiel von wichtigen Organen konzentrieren, die am Energiehaushalt beteiligt sind. Hierzu gehören der Darm, die Leber, das Fettgewebe und die Skelettmuskulatur.

Wie unsere Studien zeigen, beeinflussen die im Darm durch Bakterien aus Ballaststoffen gebildeten kurzkettigen Fettsäuren den Fettstoffwechsel in der Leber positiv und können somit die Stoffwechsellage bei einer bestehenden Adipositas verbessern. Im Hinblick auf den Energieverbrauch konnten wir zudem nachweisen, dass eine leicht verringerte Effizienz der mitochondrialen Energieumwandlung dazu beiträgt, ein sogenanntes „Mitohormesis“-Programm im Skelettmuskel zu aktivieren. Durch erhöhten zellulären Stress werden Abwehrmechanismen aktiviert, die letztendlich das Überleben der Muskelzellen garantieren und insgesamt positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben. Dazu gehört auch die Produktion von FGF21 (Fibroblast growth factor 21), einem Stresshormon, das insbesondere den Stoffwechsel des Fettgewebes günstig beeinflusst.

Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „die Rolle der Ernährung für ein gesundes Altern“ untersuchen wir derzeit die Effekte von FGF21 und Ernährungsfaktoren auf die Entstehung einer Adipositas und die Muskelfunktion im Alter.

© 2018 DIfE - Deutsches Institut für Ernährungsforschung. Alle Rechte vorbehalten. // Stand 20.07.2017