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Stand: 16.07.2018 08:10:32

Image Experimentelle Diabetologie

Abteilung Experimentelle Diabetologie (DIAB)

Projekte

Zusammenfassung

In Deutschland leiden schätzungsweise 6,5 Millionen Menschen an Diabetes, wobei mit einem Anteil von 95 Prozent die meisten Betroffenen an einem Typ-2-Diabetes erkrankt sind. Ursachen dieser chronischen Stoffwechselstörung sind neben der erblichen Veranlagung die durch Überernährung und Bewegungsmangel bedingte Adipositas (Fettsucht). Übergewicht und Adipositas lösen häufig eine Fettleber sowie die Ansammlung von Fetten im Skelettmuskel und anderen Organen aus. Diese, für die Gewebe untypischen, sogenannten ektopischen Fetteinlagerungen verschlechtern die Insulinwirkung (Insulinresistenz) und schränken schließlich auch die Insulinsekretion ein. Als Folge erhöhen sich die Blutzucker- und Fettsäurespiegel, was zum Untergang der insulinproduzierenden Betazellen im Pankreas (Bauchspeicheldrüse) führen kann. Für die Entwicklung von Adipositas und Typ-2-Diabetes spielen die genetische Prädisposition (Veranlagung) und epigenetische Veränderungen eine ganz wesentliche Rolle. Bei Letzteren handelt es sich beispielsweise um Methylierungen, welche die DNA-Bausteine chemisch verändern und die Genaktivität nachhaltig beeinflussen können.


Ein Ziel der Abteilung ist es, mit Hilfe von Mausmodellen neue Krankheitsgene, aber auch epigenetisch regulierte Gene zu finden und funktionell dahingehend zu charakterisieren, wie sie zur Körpergewichtserhöhung, Insulinresistenz und zum Betazell-Untergang beitragen. Die Aufklärung der Funktion der Gene ist notwendig, um die Pathogenese (Krankheitsentstehung) im Detail zu verstehen. Zudem erforschen die Wissenschaftler der Abteilung, wie verschiedene Ernährungsformen die Entstehung von Adipositas, Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes beeinflussen und welche Rolle (epi)genetische Veränderungen der DNA bei der Pathogenese spielen.

© 2018 DIfE - Deutsches Institut für Ernährungsforschung. Alle Rechte vorbehalten. // Stand 20.07.2017