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Sperrfrist: 17. Mai 2004 Pressemitteilung 2/2004 Übergewicht erhöht Brustkrebsrisiko nach der Menopause
In der vorliegenden Studie wurde der Einfluss von Übergewicht an sich und die Rolle der abdominalen Körperfettverteilung (Taillenumfang oder Taille/Hüft-Ratio) auf das Brustkrebsrisiko unter besonderer Berücksichtigung der Einnahme von Hormontherapie-Präparaten eingeschätzt. Dazu wurden 73 542 prämenopausale und 103 344 postmenopausale Frauen aus neun europäischen Ländern untersucht und deren Daten zu Körpergröße, Körpergewicht, Body Mass Index (BMI, kg/m2; ein Maß für Körpermasse), sowie Taillen- und Hüftumfang erhoben. Die Datenanalyse basierte auf einer etwa 5-jährigen Nachbeobachtungszeit und 1879 neuen Brustkrebsfällen. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass das postmenopausale Brustkrebsrisiko nicht nur durch den Grad des Übergewichts bestimmt, sondern auch durch die Hormontherapie verändert wird. Unter den Frauen, die keine Hormonpräparate einnahmen, wiesen die Übergewichtigen (BMI > 25) gegenüber den Normalgewichten (BMI < 25) ein um 30% erhöhtes Risiko auf. Frauen, die Hormonpräparate einnahmen, hatten unabhängig von ihrer Körpermasse schon ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs. Hiervon waren aber insbesondere die schlanken Frauen betroffen. Unter Berücksichtigung des Gesamtkörperfetts, war die abdominale Köperfettverteilung nicht mit einer Erhöhung des postmenopausalen Brustkrebsrisikos verbunden. Die Mechanismen für die Zusammenhänge zwischen Adipositas und Brustkrebs sind noch nicht eindeutig geklärt und werden weiterhin, auch am DIfE, erforscht. EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)-
Studie: eine prospektive, 1992 begonnene Studie, die Zusammenhänge
zwischen Ernährung und Krebs und anderen chronischen Erkrankungen
aufdeckt. 23 administrative Zentren in zehn europäischen Ländern
mit 519.000 Studienteilnehmern sind an der Studie beteiligt. Die EPIC-Studie
wird von Dr. Elio Riboli (International Agency on Research of Cancer,
Lyon, Frankreich) koordiniert. Die Potsdamer EPIC-Studie wird von PD
Dr. Heiner Boeing, Leiter der Abteilung Epidemiologie am Deutschen Institut
für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), geleitet. 3139 Zeichen (mit Leerzeichen)
Weitere Informationen finden Sie auf der Website: Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke
(DIfE) Kontakt:Dr. Gunda Backes Tel.: 033200/88-335
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