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Die Nachwuchsgruppe Herz-Kreislauf-Epidemiologie (seit 01.01.2011) untersucht Zusammenhänge zwischen Ernährungsfaktoren, Biomarkern, genetischen Varianten und den kardiovaskulären Endpunkten Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzinsuffizienz in der EPIC-Potsdam-Studie. Neben ätiologischen Fragestellungen steht die Verbesserung der Prädiktion von kardiovaskulären Erkrankungen unter Einbeziehung von Lebensstil und insbesondere Ernährungsfaktoren im Vordergrund. Die Arbeitsgruppe ist außerdem eingebunden in das europaweite EPIC-Heart-Konsortium, das Analysen zu Risikofaktoren des Herzinfarkts auf europäischer Ebene durchführt. Biomarker und GenetikMaria Arregui, Romina di Giuseppe Wir untersuchen Beziehungen zwischen ausgewählten neuen Biomarkern und Herzinfarkt, Schlaganfall sowie Herzinsuffizienz, die in der Pathophysiologie von kardiovaskulären Erkrankungen relevant sein könnten. Wir interessieren uns insbesondere für Biomarker des Leberstoffwechsels und des Mineralhaushaltes. So bewerten wir beispielsweise derzeit einen erst kürzlich entdeckten Wachstumsfaktor, den fibroblast growth factor 23, einen wichtigen Regulator des Phosphat- und Vitamin D-Metabolismus hinsichtlich seiner Bedeutung für das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen. Wir streben dabei auch den Nachweis von Zusammenhängen zwischen phänotypischen Biomarkern, entsprechenden genetischen Varianten und Krankheitsendpunkten an (Konzept: Mendelian Randomisation), um neue Hypothesen für kausale Pfade bei der Pathogenese kardiovaskulärer Erkrankungen zu generieren. Zudem untersuchen wir die Beziehung ausgewählter funktioneller Single Nucleotide Polymorphismen (SNP), z. B. des Microsomal Triglyceride Transfer Proteins zu Herzinfarkt und Schlaganfall unter Berücksichtigung metabolischer Pfade. HerzinsuffizienzJanine Wirth Das kardiologische Krankheitsbild Herzinsuffizienz ist erst seit Kurzem in das engere Interesse epidemiologischer Forschung gerückt. Nur sehr wenige Studien haben sich bisher gezielt mit den Zusammenhängen zwischen Ernährungsfaktoren und dem Auftreten einer symptomatischen Herzinsuffizienz beschäftigt. Untersuchungen zu Beziehungen zwischen Obst und Gemüse, Ballaststoffen, Fisch, Fleischkonsum u. a. ausgewählten Ernährungsfaktoren und dem Risiko für Herzinsuffizienz stehen im Vordergrund. Prädiktion kardiovaskulärer ErkrankungenRomina di Giuseppe in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Epidemiologie (Heiner Boeing) Mit der Identifizierung von Personen mit hohem Erkrankungsrisiko können epidemiologische Studien einen wichtigen Beitrag in der Primärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen leisten. Die EPIC-Potsdam-Studie stellt eine geeignete Datenbasis dar, um ein deutschlandspezifisches Prädiktionsmodell unter Berücksichtigung von Lebensstil und insbesondere Ernährung herzuleiten.
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