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Arbeitsgruppe Biomarker

Kurzprofil
 

Leitung: PD Dr. Tobias Pischon

Adipositas, Typ-2-Diabetes mellitus, sowie Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen gehören zu den wichtigsten ernährungsabhängigen Erkrankungen in Ländern mit einem westlichen Lebensstil. Dabei ist die Adipositas nicht nur als eigenständige Erkrankung zu betrachten, sondern ist wie Übergewicht auch ein Risikofaktor für Diabetes, Herz-Kreislauf- Erkrankungen und Krebs.

Wie Ergebnisse der EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) und anderer Kohortenstudien zeigen, spielt neben der Adipositas an sich die Körperfettverteilung eine wesentliche Rolle für das Risiko chronisch zu erkranken und vorzeitig zu sterben. Darüber hinaus weisen die Ergebnisse dieser Studien darauf hin, dass bestimmte Ernährungskomponenten, aber auch der Lebensstil unabhängig vom Körpergewicht die Entstehung von Typ-2-Diabetes und bestimmten Krebserkrankungen begünstigen können. Daten der EPIC-Studie zeigen beispielsweise, dass ein geringer Konsum von Vollkornprodukten mit einem erhöhten Typ-2-Diabetesrisiko verbunden ist, oder dass Personen, die viel rotes Fleisch essen, ein höheres Darmkrebsrisiko besitzen. Trotzdem sind die zugrunde liegenden pathogenen Mechanismen nicht ausreichend geklärt sowie die biologisch aktiven Substanzen meist unbekannt, die für solche Risikobeziehungen verantwortlich sind. Darüber hinaus spielen genetische Faktoren und deren Interaktion mit der Ernährung in der Entstehung chronischer Erkrankungen eine wichtige Rolle.

Die Arbeitsgruppe Biomarker wurde im Sommer 2008 etabliert. Sie untersucht vorrangig ernährungs- und stoffwechselrelevante Biomarker sowie genetische Polymorphismen hinsichtlich ihrer Bedeutung für Erkrankungsrisiken. Dabei konzentriert sie sich besonders auf die Zusammenhänge zwischen Adipositas, Ernährung und Lebensstilfaktoren und dem Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf- Erkrankungen und Krebs. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe sollen einerseits dabei helfen, die zugrunde liegenden pathogenen Mechanismen aufzuklären und andererseits dazu beitragen, Personen mit einem Erkrankungsrisiko leichter zu identifizieren.

 

 
Die Blutproben der EPIC-Studienteilnehmer werden in Stickstofftanks gelagert. Sie werden zur Analyse von Biomarkern verwendet.
Probenröhrchen, die die Blutproben enthalten.

 


 
     
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