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Übersicht
Am 10. Juni 1946 genehmigte die sowjetische Militäradministratur deutschen Wissenschaftlern, in Potsdam-Rehbrücke ein Institut für Ernährung und Verpflegungswissenschaften als Zweigstelle des gleichnamigen Instituts in West-Berlin (Dahlem) aufzubauen. Nach der Fusionierung mit der Anstalt für Vitaminforschung und Vitaminprüfung im Jahr 1957 wurde das Institut 1969 Zentralinstitut der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1991 empfahl eine Gutachtergruppe des Wissenschaftsrats die Aufnahme des Instituts in die Leibniz-Gemeinschaft (damals Institute der "Blauen Liste"); am 1. Januar 1992 erfolgte die Neugründung als Deutsches Institut für Ernährungsforschung. 1946 standen die Idee einer Institutionalisierung der Ernährungsforschung sowie das Streben nach einer Verknüpfung von Ernährungs- und Lebensmittelforschung im Vordergrund. In den darauf folgenden Jahren schwankte dann der Fokus immer wieder in Abhängigkeit von den staatlichen Anforderungen zwischen ernährungs- und lebensmittelwissenschaftlicher Forschung. Am Zentralinstitut für Ernährung, wie das Institut von 1969 bis 1991 hieß, waren in den 80er Jahren die wissenschaftlichen Arbeiten zum überwiegenden Teil auf die Lebensmittelforschung ausgerichtet. Zu den besonderen Projekten dieser Zeit zählt beispielsweise die Entwicklung einer Muttermilch-analogen Säuglingsnahrung (Manasan). Das DIfE wird von einem Vorstand geleitet, der aus einem wissenschaftlichen Direktor (1992 - 2001 Christian Barth; seit 2002 Hans-Georg Joost) und einem administrativen Direktor (1992 - 1995 Josef Puchta, 1996 - 2011 Hartmut Schulz, seit 2011 Ilka Grötzinger) besteht. Sein Forschungsschwerpunkt liegt heute in der
Aufklärung der molekularen Ursachen ernährungsbedingter Erkrankungen,
mit dem Ziel, neue Strategien für Prävention, Therapie und
Ernährungsempfehlungen zu entwickeln. Die Grundlagen dafür
erarbeiten die am DIfE tätigen Wissenschaftler in interdisziplinärer
Zusammenarbeit mit einem breiten naturwissenschaftlichen, medizinischen
und epidemiologischen Methodenspektrum. Das Institut konzentriert sich
dabei besonders auf die zurzeit wichtigsten Erkrankungen, an deren Entstehung
ernährungsbedingte Faktoren beteiligt sein können: Adipositas,
Diabetes und Krebs. Hierzu betreibt das Institut eine der größten
deutschen prospektiven Kohortenstudien (EPIC-Potsdam) sowie eine intensive
genetische Grundlagenforschung. 1998 und 2005 wurde das DIfE von externen
Gutachtergruppen (Wissenschaftsrat, WGL-Senat) mit positivem Ergebnis
evaluiert. Quellen zur Geschichte der Ernährungsforschung in Rehbrücke
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