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Geschichte des DIfE und seiner Vorgängereinrichtungen

Direktoren

Übersicht

10. Juni 1946 Gründung des Instituts für Ernährung und Verpflegungswissenschaft in Rehbrücke als Zweigstelle des gleichnamigen Instituts in Berlin-Dahlem.
1947 Das Institut für Ernährung und Verpflegungswissenschaft wird eigenständig.
1948 Verlagerung der Anstalt für Vitaminprüfung und Vitaminforschung von Leipzig nach Rehbrücke und Änderung des Namens in Anstalt für Vitaminforschung und Vitaminprüfung.
1957 Vereinigung zum Institut für Ernährung Potsdam-Rehbrücke der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin.
ZfE
1969 Das Institut wird Zentralinstitut für Ernährung der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin.
1972 Umbenennung des Instituts in Zentralinstitut für Ernährung
der Akademie der Wissenschaften der DDR.
1991 Der Wissenschaftsrat empfiehlt die Fortführung der wichtigsten Arbeitsgebiete in einem Institut mit gemeinsamer Bund-Länder-Finanzierung.
Das Gründungskomitee beschließt: Dieses Institut wird Deutsches Institut für Ernährungsforschung.
DIfE
1992 Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke wird als Stiftung öffentlichen Rechts gegründet. Es ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft (damals ein Institut der Blauen Liste).

 

Am 10. Juni 1946 genehmigte die sowjetische Militäradministratur deutschen Wissenschaftlern, in Potsdam-Rehbrücke ein Institut für Ernährung und Verpflegungswissenschaften als Zweigstelle des gleichnamigen Instituts in West-Berlin (Dahlem) aufzubauen. Nach der Fusionierung mit der Anstalt für Vitaminforschung und Vitaminprüfung im Jahr 1957 wurde das Institut 1969 Zentralinstitut der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1991 empfahl eine Gutachtergruppe des Wissenschaftsrats die Aufnahme des Instituts in die Leibniz-Gemeinschaft (damals Institute der "Blauen Liste"); am 1. Januar 1992 erfolgte die Neugründung als Deutsches Institut für Ernährungsforschung.

1946 standen die Idee einer Institutionalisierung der Ernährungsforschung sowie das Streben nach einer Verknüpfung von Ernährungs- und Lebensmittelforschung im Vordergrund. In den darauf folgenden Jahren schwankte dann der Fokus immer wieder in Abhängigkeit von den staatlichen Anforderungen zwischen ernährungs- und lebensmittelwissenschaftlicher Forschung. Am Zentralinstitut für Ernährung, wie das Institut von 1969 bis 1991 hieß, waren in den 80er Jahren die wissenschaftlichen Arbeiten zum überwiegenden Teil auf die Lebensmittelforschung ausgerichtet. Zu den besonderen Projekten dieser Zeit zählt beispielsweise die Entwicklung einer Muttermilch-analogen Säuglingsnahrung (Manasan).

Das DIfE wird von einem Vorstand geleitet, der aus einem wissenschaftlichen Direktor (1992 - 2001 Christian Barth; seit 2002 Hans-Georg Joost) und einem administrativen Direktor (1992 - 1995 Josef Puchta, 1996 - 2011 Hartmut Schulz, seit 2011 Ilka Grötzinger) besteht. Sein Forschungsschwerpunkt liegt heute in der Aufklärung der molekularen Ursachen ernährungsbedingter Erkrankungen, mit dem Ziel, neue Strategien für Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln. Die Grundlagen dafür erarbeiten die am DIfE tätigen Wissenschaftler in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit einem breiten naturwissenschaftlichen, medizinischen und epidemiologischen Methodenspektrum. Das Institut konzentriert sich dabei besonders auf die zurzeit wichtigsten Erkrankungen, an deren Entstehung ernährungsbedingte Faktoren beteiligt sein können: Adipositas, Diabetes und Krebs. Hierzu betreibt das Institut eine der größten deutschen prospektiven Kohortenstudien (EPIC-Potsdam) sowie eine intensive genetische Grundlagenforschung. 1998 und 2005 wurde das DIfE von externen Gutachtergruppen (Wissenschaftsrat, WGL-Senat) mit positivem Ergebnis evaluiert.

Quellen zur Geschichte der Ernährungsforschung in Rehbrücke

 

  • Gaßmann, Berthold: Das Zentralinsitut für Ernährung in Potsdam-Rehbrücke.
    In: Ernährungs-Umschau 38 (1991), S. 39-42
  • Gaßmann, Berthold; Lewerenz, Hans-Jochen; Linow, Fritz: Zur Geschichte der
    institutionalisierten Ernährungsforschung in Deutschland. In:
    Ernährungs-Umschau 43 (1996), S. 208-214
  • Haenel, Helmut: Zur künftigen Entwicklung des Zentralinstituts für
    Ernährung. In: Ernährungsforschung 35 (1990), S. 173-176
  • Ulmann, M.: Überblick über die Geschichte des Instituts für
    Ernährungsforschung von 1946 bis 1956. In: Ernährungsforschung 1 (1956), S.
    8-17

 

 

 
Das Hauptgebäude des DIfE war ehemals ein Feierabendheim für Blinde.

 


 
     
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