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Studie: Metabolisches Syndrom Berlin Potsdam (MESY-BEPO)
Die Rekrutierung der Studienteilnehmer ist abgeschlossen. Sehr geehrte Damen und Herren, Ausgehend von diesen Erkenntnissen wollen wir Ernährungs- und Verhaltensstrategien entwickeln und testen, die von den Anlagen eines jeden Individuums ausgehen, und dessen besondere Eigenschaften berücksichtigen. Aus früheren Studien weiß man, dass ein erhöhtes Risiko für diese Erkrankungen bei Menschen mit einem Metabolischen Syndrom zu beobachten ist. Was ist dieses Metabolische Syndrom? Es beschreibt zunächst einfach das Zusammentreffen mehrerer Risikofaktoren, nämlich Übergewicht, Hochdruck und eine Fettstoffwechselstörung. Meistens findet man in Verbindung hiermit eine diskreten Störung des Zuckerstoffwechsels, die sich in etwas erhöhtem Nüchternzucker (aber noch unter der Diabetesschwelle von 7 mmol/l) oder in einem Zuckerbelastungstest äußert. Diese Störung des Zuckerstoffwechsels hängt mit dem Hormon Insulin zusammen, und eine Veränderung der Insulinwirksamkeit scheint ganz entscheidend für das gemeinsame Auftreten der Komponenten des Metabolischen Syndroms zu sein. Übergewicht schwächt oftmals die Insulinwirkung und ist deshalb eine der entscheidenden Einflussgrößen beim Metabolischen Syndrom. Warum ist Übergewicht überhaupt ungesund? Fettgewebe produziert neben den Fettsäuren eine Vielzahl von Faktoren, die sowohl den Stoffwechsel regulieren wie auch die Gefäßfunktion. Zu diesen zählen Zytokine (Entzündungsmediatoren), Gerinnungsfaktoren, Blutdruckregulatoren und auch ganz neue Stoffwechselregulatoren wie z. B. Adiponectin. Das Adiponectin reguliert die Insulinwirksamkeit in der Leber und im Muskel, ein Vorgang, der für den Stoffwechsel und die Gefäße von großer Bedeutung ist. Durch die Kenntnis solcher Faktoren verfügen wir jetzt über „Biomarker“ des Risikos. Von besonderem Interesse ist natürlich, wie man diese Faktoren durch sein Verhalten beeinflussen kann. Hierbei gibt es erhebliche individuelle Unterschiede in dem Zusammenspiel von genetischen Anlagen und Verhaltensweisen. Eben diese wollen wir verstehen lernen, um in Zunkunft sinnvolle individuelle Empfehlungen für ein gesundes Leben geben zu können.
Wie läuft die Untersuchung praktisch ab? Wir würden Sie zunächst genau unterrichten und Sie bitten, einen Aufklärungsbogen, im Einverständnis mit der Berliner und Potsdamer Ethikkommission, zu unterzeichnen. Dann charakterisieren wir Ihren Stoffwechsel durch folgende Untersuchungen nach Terminabsprache im DIFE:
Die Untersuchung dauert in etwa einen guten halben Tag. Falls Sie übergewichtig sind und an einem Gewichtsabnahmeprogramm teilnehmen: Nach erfolgreicher Gewichtsabnahme würden wir einen Teil der Untersuchungen wiederholen, um den Gewinn durch die Gewichtsabnahme festzustellen. Während der Gewichtsabnahme bieten wir Ihnen an, den Grundumsatz zu messen, um Änderungen durch die Gewichtsabnahme (der berühmte Jo-Jo-Effekt) zu quantifizieren. Die genaue Bestimmung der Insulinempfindlichkeit (Clamp) ist eine zusätzliche Untersuchung, die aber nicht Voraussetzung für die Teilnahme ist. Anmeldung für eine Untersuchung im Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam, Bergholz-Rehbrücke unter 033200/88-2778 (oder im Universitätsklinikum Benjamin Franklin in Steglitz unter 030/8445-64 6172 für eine Untersuchung dort). Für Rückfragen steht unser Team gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen, Prof. Dr. med. Andreas F. H. Pfeiffer
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